Großes MaZ Treffen

„Ihr werdet verändert wiederkommen“,

diese Vorhersage von Weihbischof Matthias König bestätigten am letzten Wochenende viele Rückkehrer beim MaZ-Wochenende Landhaus. Zur Eröffnung des MaZ-Jahres im Erzbistum Paderborn waren 60 junge Leute zusammengekommen und erlebten viel internationales und weltkirchliches Flair. Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer berichteten mit vielen Engagement, Bildern und Geschichten von ihrem Einsatz. Sie waren ein Jahr in kirchlichen Projekten in Asien, Afrika, Lateinamerika oder Osteuropa tätig gewesen. Auch wenn die Situationen in jedem Projekt anders waren, gab es die große Übereinstimmung darin, ein sinnvolles und bereicherndes Jahr erlebt zu haben. „Wir haben die Welt aus einer anderen Perspektive sehen können.“ „Wir haben das Leben der Menschen vor Ort geteilt und dadurch auch wirklich kennen gelernt.“ Solche und ähnliche Sätze prägten die Berichte. Nicht das Exotische stand im Vordergrund, sondern das Erleben des Alltags in einem vorher fremden Land. Dazu gehören dann auch Situationen, die nicht so leicht zu bewältigen sind. „Eine gute Vorbereitung und Begleitung durch die Entsendeorganisation ist für das MaZ-Programm von hoher Bedeutung“, hebt Ulrich Klauke, der Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden hervor.

Die Erfahrungen des Jahres im Ausland haben bei den Rückkehrern die Frage nach dem eigenen Lebensstil wichtig werden lassen. „Wie kann ich hier mein Leben gestalten in Verantwortung für die Menschen am Rande?“ „Was braucht ich wirklich im Leben?“ „Wir kann ich beitragen zu einer weltweiten Gerechtigkeit?“. All dies sich Fragen, die sich neu stellen und immer wieder eine Antwort brauchen. Für einige sind diese Fragen auch wichtig geworden bei der Auswahl eines Studiengangs.

Die Bewerber für das Jahr 2016 verfolgten die Berichte mit großem Interesse. Durch die Bilder und Erzählungen wurde der Alltag in den Projekten lebendig. Viele konkrete Fragen konnten geklärt werden, andere stellten sich aber auch wieder neu.

Maz ist keine Einbahnstraße, auch aus anderen Ländern kommen seit einigen Jahren junge Leute für einen Freiwilligendienst nach Deutschland. So nahmen in diesem Jahr eine Ägypterin und drei Indonesier an dem Wochenende teil. Sie ergänzen die Berichte der Rückkehrer mit eigenen Informationen zum Heimatland und brachten ihre Erfahrungen mit dem Leben in Deutschland ein. Der Neuschnee am Samstag war eine besondere Freude für die MaZ’ler aus dem Ausland, die in einer Schneeballschlacht ihren Ausdruck fand.

Weihbischof Matthias König, der sich den ganzen Samstag Zeit genommen hatte, war ein gefragter Gesprächspartner. Sehr interessiert und aufmerksam verfolgte er die Berichte der Rückkehrer. Durch seine vielfältigen eigenen Erfahrungen mit weltkirchlichen Projekten konnte er aber immer wieder hilfreiche Tipps und Hinweise geben. Mit dem gemeinsamen Gottesdienst wurde das MaZ-Jahr 2016 im Erzbistum Paderborn eröffnet. In einer sehr dichten Atmosphäre wurden weltkirchliche Anliegen vor Gott gebracht. Dank für die Erfahrungen des MaZ-Jahres, Bitte für die Menschen in aller Welt, Bitte für ein Gelingen des eigenen Engagements. Weihbischof König ermutigte die jungen Leute: „Euer Einsatz ist ein positives Beispiel für die Wirksamkeit des Evangeliums in der Einen Welt.“ Durch die Begegnung mit Christen in den Ländern des Südens und das Teilen des Glaubens geschieht auch so etwas wie eine Neu-Evangelisierung. Diesen besonderen Charakter des MaZ-Einsatzes hat auch Papst Franziskus in seiner Begegnung mit den Deutschen Bischöfen im November hervorgehoben, berichtet Weihbischof König.

Für die MaZ’ler des Jahrgangs 2016 geht nun die Vorbereitung durch die jeweilige Entsendeorganisation weiter. Für die meisten heißt dies neben der Vorbereitung auf das Abitur noch viele andere Fragen zu klären, für den Impfschutz zu sorgen, Sprachen zu lernen…

Für Interessenten am MaZ-Programm gibt es einmal im Monat einen offenen Treffpunkt in Paderborn. Jeweils am 1. Donnerstag im Monat gibt es von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr in der KHG (Gesellenhausgasse 3) die Möglichkeit Rückkehrer und Verantwortliche zu treffen. Anmeldungen für einen MaZ-Einsatz ab 2017 nimmt der Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden ab 1. März wieder an.

Hintergrund MaZ:

Mit dem Programm „Missionar auf Zeit im Erzbistum Paderborn“ unterstützt das Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat junge Männer und Frauen nach ihrer Schulzeit oder der ersten beruflichen Ausbildung bei einem Einsatz in Übersee. Besonders Kennzeichen dieses Einsatzes ist das „mitleben, mitbeten, mitarbeiten“ in kirchlichen Projekten, also das Teilen des Alltags mit all seinen Dimensionen. Engagierte Menschen in der Pfarr- und Jugendarbeit im Gebiet der Erzdiözese haben gute Chancen, für das Programm ausgewählt zu werden. In Kooperation mit den Ordensgemeinschaften und Partnerschaftsgruppen findet der Einsatz in kirchlichen Projekten statt. Universitäten und Fachhochschulen erkennen den Auslandsaufenthalt bisweilen als Praktikum an. Informationen bei: Ulrich Klauke, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!