Lampedusa-Kreuz

Treffen der Michaelsgemeinschaft im Landhaus am Heinberg

In guter Tradition fand auch in diesem Advent wieder ein Treffen der Michaelsgemeinschaft Münster im Landhaus am Heinberg statt.

Sich gemeinsam auf dem Weg durch den Advent begleitend, stimmten sich die Teilnehmenden auf das kommende Weihnachtsfest ein.

Sie hatten das Lampedusa-Kreuz mitgebracht: Aus den Überresten von Flüchtlingsbooten hat der Schreiner Francesco Tuccio den Altar der Messe gestaltet, die Papst Franziskus am 8. Juli 2013 im Gedenken für die Toten dieser menschengemachten Tragödie auf der Insel feierte. Seither fertigt er Kreuze aus diesen Überresten.

Ein Kreuz, genagelt aus den Planken von in Lampedusa gestrandeten Flüchtlingsbooten, zeigte im Meditationsraum die unmittelbare Nähe zu den Sorgen und Nöten von Menschen unserer Zeit, Opfern von Krieg und Gewalt, die heute auch in unserer unmittelbarer Nachbarschaf leben.  Es regt an, über die Werke der Barmherzigkeit nachzudenken und dies ins Gespräch zu bringen.

Symbole halfen, deren  Bedeutung für unser heutiges Leben aufzuspüren: Brot als Zeichen dafür, Menschen mit dem, was sie brauchen, zu versorgen, ein kleiner Bus für die Bereitschaft, sich immer wieder neu auf den Weg zum Nächsten zu machen. Ein alter Schuh, eine Kerze, …

Jesu Wort und Auftrag „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt  25, 40) wird hier konkret – und es ist gut, sich dies immer wieder einmal bewusst zu machen. An einem Ort wie dem Landhaus am Heinberg kann dies gelingen – und deshalb will die Michaelsgemeinschaft auch im nächsten Jahr (zum 20.Mal) wieder kommen.