MaZ - Missionare auf Zeit

„Missionare auf Zeit“ zu Gast im Landhaus am Heinberg

Ein Treffen mit vielen internationalen Bezügen und weltkirchlichem Flair eröffnete das Jahr 2015 für die „Missionare auf Zeit“ aus dem Erzbistum Paderborn: 60 junge Leute aus dem ganzen Erzbistum Paderborn trafen sich mit Weihbischof König, um sich zu informieren, auszutauschen und kennen zu lernen. Ein Teil von ihnen war zu einem Freiwilligendienst in kirchlichen Projekten in Afrika, Lateinamerika oder Asien. Die anderen bereiten sich gegenwärtig auf einen solchen Einsatz vor.

Die „Missionare auf Zeit“ (MaZ) zeigten Bilder aus den Einsätzen und erzählten viel über ihre Erlebnisse. Die Rückkehrer nutzten das Wochenende vor allem zum Austausch über die eigenen Erfahrungen. Unter dem Motto „mitleben, mitbeten, mitarbeiten“ hatten sie die Chance, das oft sehr einfache Leben der Menschen in den anderen Ländern zu teilen. „Das Jahr hat meine Sicht auf die Welt und das eigene Leben sehr geprägt“, mit dieser Erfahrung waren sich die Rückkehrer einig. Dazu gehören auch schwierige Situationen und schmerzhafte Erfahrungen. „Eine gute Vorbereitung und Begleitung im Einsatz sind für das Gelingen des MaZ-Jahres von entscheidender Bedeutung“, hebt Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat hervor.

Im Kreis der Rückkehrer stellen sich die Fragen nach dem eigenen Lebensstil neu. „Wie will ich leben? Wie kann ich solidarisch leben? Was kann ich beitragen zu einer weltweiten Gerechtigkeit?“ solche und ähnlich Fragen haben durch die Erfahrungen eine neue Bedeutung bekommen. Nach einem solch intensiven Jahr kann man nicht wieder in das alte Leben in Deutschland einsteigen. Manches ist einem fremd geworden.

Die Bewerber für das Jahr 2015 verfolgten mit großem Interesse die Berichte der Rückkehrer. Durch die Erzählungen wurde das Alltagsleben greifbarer. Viele Fragen konnten geklärt und manche Ängste abgebaut werden. Die Rückkehrer ermutigten die Bewerber: „Das Jahr ist eine große Chance für das eigene Leben, auch wenn nicht immer alles einfach ist.“

 

Weihbischof Matthias König war am Samstag ein gefragter und interessierter Gesprächspartner. Seine eigenen Erfahrungen aus verschiedenen Reisen zu Partnern in der einen Welt vermittelte er ebenso wie sein großes Interesse an Lebensweg und Plänen der jungen Christen. „Jeder und jede macht seine und ihre je eigenen Erfahrungen“, so der Weihbischof, „aber mit Gottes Hilfe und in der Gemeinschaft einer lebendigen Kirche lassen sich die Herausforderungen schon meistern.“

Das MaZ-Programm ist keine Einbahnstraße. Dies wurde deutlich durch die Teilnahme von vier jungen Menschen aus Indonesien und Madagaskar, die gegenwärtig einen Freiwilligendienst im Erzbistum Paderborn leisten. Sie konnten die Berichte der Rückkehrer mit Geschichten aus dem eigenen Land ergänzen und vor allem von ihren Erfahrungen als MaZ-ler in Deutschland berichten.

Greifbar wurde die Weltkirche im gemeinsamen Gottesdienst. Neben Weihbischof Matthias König feierte Erzbischof Benjamin Ramaroson aus Madagaskar mit der Gruppe eine Heilige Messe. Er bezeichnete es als besonderes Geschenk, dass während seines kurzen Besuchs in Deutschland das Treffen der MaZ’ler stattfand. In dem Projekt „Grüne Diözese“, das der Erzbischof in seiner Diözese gegründet hat, waren in den letzten Jahren MaZ’ler tätig. Die Erfahrungen mit dem Engagement der jungen Menschen haben Erzbischof Benjamin sehr beeindruckt.

Für die jungen Leute, die dieses Jahr ausreisen wollen, gehen nun die konkreten Vorbereitungen weiter. „Im Kreis der Rückkehrer ist die Motivation zu weiterem Engagement deutlich zu spüren.“, so das Resümee von Magdalena Birkle, Mitarbeiterin im Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden.

 

 

  

 

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