Schwester Raphaele ist verstorben

Am 10. August 2016 ist Sr. Raphaele im Alter von 89 Jahren verstorben. Ohne sie  wären wir nicht hier und es gäbe das Projekt Landhaus am Heinberg  nicht.

Stephan Lange hat sie beim Gemeindepraktikum 1984 in Hagen-Haspe kennen gelernt. Dort arbeitete man als Pastoralteam  und es gab eine kleine Gemeinschaft der Germeter Schwestern. Wichtig war das soziale Engagement, die Bibelarbeit zur Vorbereitung der sonntäglichen Predigten im Pastoralteam. Es gab mehrere Musikgruppen zur Gottesdienstgestaltung, die von Sr. Raphaele begleitet wurden. Haspe war ein Ort, an dem Laientheologinnen und –theologen willkommen waren und Praxiserfahrungen machen konnten.

Damals erzählte Sr. Raphaele: Wir haben da ein Haus … unser Regionshaus ! … ideal als Bildungshaus … ein Ort, wo Leben und Arbeit geteilt werden können.
Wichtig wurde uns  in dieser Zeit folgender  Text von Dom Helder Camara: „Wenn einer alleine träumt, dann bleibt es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, dann ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit“

Dann gab es viele Briefe und Gespräche: Sr. Raphaele sah visionär den Heinberg als  landpastorales Zentrum, die ökumenische Zusammenarbeit, eine neue Rolle der Frau in der Kirche, einen neuen Dienst für Laientheologinnen und –theologen im Bistum Paderborn. Und wir haben es gewagt, einen Verein zu gründen und das Landhaus 1989 zu übernehmen.

Sr. Raphaele wechselte dann ihren Lebensort von Hagen-Haspe nach Germete ins Josefshaus - und wir gestalteten das Leben im Landhaus: Sr. Raphaele war die Kontaktfrau von uns zu den Mitschwestern, nach Wethen, nach Germete und zum Pastoralteam nach Warburg. Ihre Freude am Leben, ihre positive, offene, fast enthusiastische Art  - aber  vor allem ihr Gottvertrauen waren bereichernd und belebend für uns alle.

Ihre nächste Station wurde Haus Maria in unserer Nachbarschaft und sie teilte das Leben der „Landhaus-Freunde“ – und vor allem das Wachsen und Gedeihen der Kinder lag ihr am Herzen.

Ein weiterer Ort wurde für Sr. Raphaele das Seniorenzentrum „St. Johannes“ in Warburg. In ihrem Zimmer hingen bis zuletzt Fotos von Haus Germete, von Haus Maria und vom Landhaus.
Sie hat das Leben auch dort sehr positiv erlebt und ihr neues Zuhause als „Vorhof zum Himmel“ bezeichnet. In der letzten Zeit hat Sr. Raphaele viel geschlafen. Aber sie hat uns auch ein paar mal richtig beglückt, wenn sie uns erkannt hat. Nun hat sie es geschafft: sie ist im Himmel angekommen. An diesen Weg der Auferstehung hat sie fest geglaubt und daran glauben auch wir.

 Barbara Hucht schreibt als 1. Vorsitzende:
"Sr. Raphaele ist uns Mitgliedern des Landhaus-Verein in den vielen Jahren eine gute Freundin und Wegbegleiterin gewesen. Sie war von Anfang an mit dem Projekt Landhaus am Heinberg fest verbunden. Ohne ihren Einsatz, ihr Engagement und ihr Gottvertrauen hätte dieses Projekt nicht gelingen können. Wir sind ihr, auch über den Tod hinaus, zu großem Dank verpflichtet und werden sie in guter Erinnerung behalten.“