Das Labyrinth am Wandelort rund um das Landhaus am Heinberg lädt Menschen jeden Alters zum Innehalten, Gehen und Begegnen ein.
Was ist ein Labyrinth?
„Das Labyrinth ist für viele Menschen eine Metapher für den eigenen Lebensweg auf der Suche nach der Mitte.“ – Verfasser:in unbekannt
Das Labyrinth gehört zu den ältesten symbolischen Zeichen der Menschheit. Anders als ein Irrgarten besitzt es keine Sackgassen oder Abzweigungen, sondern nur einen einzigen Weg, der sich in Windungen zur Mitte hinbewegt und wieder hinausführt. Viele Menschen erleben das Gehen im Labyrinth als Einladung, zur Ruhe zu kommen, sich auf den eigenen Weg zu besinnen und neue Perspektiven zu entdecken. So kann das Labyrinth ein Ort der Meditation, der Konzentration und einer besonderen Erfahrung mit allen Sinnen sein.



Die Idee des Labyrinths am Wandelort
Unser Labyrinth am Wandelort ist aus einer langjährigen Faszination entstanden. Schon lange träumten wir davon, rund um das Landhaus am Heinberg ein Labyrinth zu schaffen. Am Wandelort fanden wir schließlich den passenden Raum dafür. Nachdem wir an einem Pfingstwochenende probeweise ein Labyrinth auf dem Gelände angelegt hatten, war schnell klar: Daraus soll etwas Dauerhaftes entstehen. Das Labyrinth lädt dazu ein, bewusst zu gehen, innezuhalten und den Wandel im eigenen Leben wahrzunehmen. Diese Erfahrung möchten wir mit anderen teilen – mit Spaziergängern, Gruppen, Menschen aus der Region und allen, die neugierig sind, ein Labyrinth kennenzulernen.
Der Engel der Kulturen als Labyrinth-Mitte
Der „Engel der Kulturen“ ist ein Kunstprojekt der Künstlerin Carmen Dietrich und des Künstlers Gregor Merten. Es steht für interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie für ein friedliches Miteinander. Im Zeichen des Engels verbinden sich Halbmond, Stern und Kreuz, die Symbole der drei abrahamitischen Religionen, zu einem gemeinsamen Symbol.
Als wir nach einer Gestaltung für die Mitte unseres Labyrinths suchten, wurde uns bewusst: Auch hier am Heinberg begegnen sich seit vielen Jahren Menschen verschiedener Kulturen und Religionen. An diesem Ort lebten einst christliche Serviam-Schwestern, später Maroniten aus dem Libanon und anschließend Geflüchtete aus vielen Nationen und Glaubensrichtungen friedlich zusammen. Nicht weit entfernt befindet sich der alte jüdische Friedhof. Für uns ist dieser Ort deshalb ein besonderer Kraftort – geprägt von Gebet, Gemeinschaft und Gastfreundschaft. Ein passender Ort für den Engel der Kulturen.

Die Einweihung des Engels der Kulturen feiern wir am 27.09.2026 um 14 Uhr im Rahmen eines öffentlichen, gemeinschaftlich gestalteten Aktionstags am Wandelort. Eröffnet wird der Nachmittag von dem „Pianisten aus den Trümmern“ Ehmad Ahmad. Anschließend laden wir zu einem gemeinsamen Stationsweg, Begegnungen und Gesprächen bei Getränken und kleinen Snacks ein. Den Abschluss gestaltet die Gruppe Gegenwind mit einem Konzert zum Thema Engel. Wir freuen uns sehr darauf, diesen besonderen Tag mit vielen Menschen gemeinsam zu erleben, und laden Sie und Euch herzlich dazu ein!


